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Islamkonferenz: Es geht auch ohne den „Zentralrat der Muslime“

Am 12. Mai 2010 ließ der „Zentralrat der Muslime in Deutschland“ (ZMD) verkünden, dass er nicht an der deutschen Islamkonferenz teilnimmt. Dies ist vielleicht auch besser so, denn bisher verweigerte er sich einer konstruktiven Mitarbeit. Durch die Weigerung des ZMD steht nicht der Sinn der Islamkonferenz in Frage, sondern die Legitimation des so genannten „Zentralrats“. Denn andere, teils größere, Verbände nehmen weiter teil, wie etwa die türkische Ditib, die Aleviten, der Verband Islamischer Kulturzentren und ein Verband bosnischer Muslime. Ausserdem sind dabei: eine hochkarätige Auswahl von 10 nicht organisierten Muslimen, darunter Theologen, Islamwissenschaftler, Anwälte und andere zivilgesellschaftliche Muslime.

Nicolas Blancho: Steinigung ist ein „Wert des Islam“

Der Präsident des Islamischen Zentralrats der Schweiz (IZRS), Nicolas Blancho, ein zum Islam konvertierter Schweizer, hat bei Schweizer Politikern Empörung und Entsetzen ausgelöst, als er in der Sendung „Arena“, statt sich von Steinigungen zu distanzieren, anmerkte, diese gehörten zur islamischen „Glaubensfreiheit“ (siehe Video unten). In einem Interview der Zeitung „Sonntag“ erklärt Blancho, die Steinigung sei für ihn als Muslim „ein Bestandteil, ein Wert meiner Religion“.

„Abtrünnige Muslime müssen enthauptet werden.“

Ende März 2010 veranstaltet der Islamische Zentralrat der Schweiz eine islamische Tagung in Disentis (Graubünden), bei der unter anderem der Prediger Mohammed Ciftci, alias Abu Anas, aus Deutschland auftreten wird. „Schweiz aktuell“ liegt nun ein Video von einem Anlass in Deutschland vor, bei dem Ciftci verkündet, abtrünnige Muslime müssten enthauptet werden.

Wer schützt die Muslime vor den Islamverbänden?

Die Islamverbände geben vor, die Muslime zu vertreten. In Wirklichkeit aber geht es ihnen um Macht, nicht um Integration. Sie wollen ihre Interessen, damit meinen sie die Scharia, ungehindert durchzusetzen.

Islamkonferenz vor dem Aus?

Seitdem gegen Milli Görüs wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung und Steuerhinterziehung ermittelt wird, möchte Innenminister De Maizière die Teilnahme von Milli Görus an der Deutschen Islamkonferenz (DIK) „ruhen lassen“. Nun erwägen auch die muslimischen Verbände, aus der Islamkonferenz auszusteigen.

Ist Aiman Mazyek nur ein deutscher Provinzmuslim?

Aiman Mazyek, der Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland, sagt, dass ihn Berichte über Christenverfolgungen in islamischen Ländern traurig machten und er gerne etwas dagegen tun würde. Dabei präsentiert er sich gern als bodenständiger, deutscher Provinzmuslim, der auf die Geschicke der islamischen W keinen Einfluß hat. Ist er wirklich so einflusslos?

Necla Kelek's Bericht an die Islamkonferenz

Ziel der Islamkonferenz ist es nach der Darstellung des Innenministeriums, „eine bessere religions- und gesellschaftspolitische Integration der muslimischen Bevölkerung in Deutschland zu erreichen“. Aber die Islamkonferenz wird von konservativen Islamverbänden dominiert, die teilweise sogar als radikal-islamisch betrachtet und vom Verfassungsschutz überwacht werden. Dr. Necla Kelek sagt, dass die Islamfunktionäre, soziale Probleme gar nicht erst an sich heranzulassen, geschweige denn, zu ihrer Lösung etwas beitragen.



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