Die Toleranz im islamischen Spanien ist ein Mythos
Der politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Status der Christen und Juden im muslimischen Andalusien (Spanien) war weder von Toleranz, Gleichheit oder Friedfertigkeit geprägt. Die Beziehungen zwischen Christen, Muslimen und Juden in ihrer Gesamtheit zeugen kaum von Toleranz, zumindest nicht im Sinne des Verständnisses, das wir heutzutage von diesen Konzepten haben. Die Modelle für interkulturelle Beziehungen, die unsere Gesellschaft benötigt, sollten nicht im Mittelalter gesucht werden. Denn was man dort findet, ist die Kehrseite: eine Politik der Ausgrenzung, die schließlich in Gewalt und Vertreibung mündete.