Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers fordert eine Generalüberprüfung der Arbeitsmarktreform Hartz IV.
Keinesfalls dürften die vor drei Jahren in Kraft getretenen Änderungen aber zurückgenommen werden, betonte der CDU-Vizechef in der "Bild"-Zeitung. "Die Idee war richtig, aber die Gesetze waren grottenschlecht gemacht." Weitere Politiker von Union und SPD räumten zum Jahreswechsel ein, dass insbesondere der Start der Reform schwierig verlaufen sei und es handwerkliche Fehler gegeben habe.
Rüttgers begründete seine Forderung nach einer Generalüberholung mit dem jüngsten Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Die Karlsruher Richter hatten kurz vor Weihnachten entschieden, dass die Zusammenlegung von Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) und der Kommunen in gemeinsamen Arbeitsgemeinschaften zur Betreuung von Langzeitarbeitslosen gegen das Grundgesetz verstoße.