Zahlt sich die Rentenreform 2019 für die Rentner aus?

Am 8. November entscheidet das Parlament über die Rentenreform, die 2019 in Kraft treten soll. Bereits im Vorfeld gab es reichlich Kritik für das, was sie Regierung plant. Dabei will die Bundesregierung die Rentner besser stellen, was vor allem für diejenigen gilt, die von den bisherigen Reformen nicht profitieren konnten. Zudem soll die sogenannte Mütterrente steigen, der Beitragssatz hingegen sinken. Veränderungen gibt es auch bei der Erwerbsminderungsrente.

Der zentrale Punkt der Rentenreform

Der Kern der neuen Rentenreform ist die doppelte Haltelinie, wenn es um das Rentenniveau geht und den Beitragssatz geht. Im Mittelpunkt steht dabei das Niveau, was das Verhältnis der Rente zu den aktuellen Löhnen beschreibt. Dieses Niveau soll bis zum Jahr 2025 nicht unter eine Grenze von 48 Prozent sinken. Der Beitragssatz, der momentan bei 18,6 Prozent liegt, soll im Gegenzug nicht über 20 Prozent des Einkommens steigen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Mütterrente, einer der teuersten Posten im Bundeshaushalt. Für diese Rente, die teure 3,8 Milliarden Euro im Jahr kostet, ist eine stärkere Anrechnung der Erziehungszeiten bei den Kindern geplant, die vor 1992 auf die Welt gekommen sind. Die Renten steigen pro Kind im Westen um 16,02 Euro brutto und um Osten um 15,35 brutto.

Was plant die Regierung noch?

Von der Rentenreform betroffen sind auch die Frührentner, die aufgrund einer Krankheit nicht mehr arbeiten können. Sie will die Regierung besserstellen. So sollen alle mehr Geld bekommen, die ab 2019 eine Erwerbsminderungsrente beziehen. Die Rente ist so berechnet, als ob der Betroffene bis zur Regelaltersgrenze gearbeitet hätte. Bislang bekommen Frührentner, die vor der Regelaltersgrenze aufhören zu arbeiten, für jeden Monat, den sie nicht gearbeitet haben, 0,3 Prozent abgezogen, und zwar ein Leben lang. So bekommt ein Arbeitnehmer, der ein Jahr vor seiner regulären Rente aufgrund einer schweren Krankheit aufhört zu arbeiten, 43,20 Euro von seiner Rente abgezogen, die 1200 Euro ausmacht. Nach der Rentenreform hat er Anspruch auf die volle Rente.

Wie kommt die Rentenreform an?

Die Pläne für die Rentenreform werden sehr unterschiedlich aufgenommen. Für die Arbeitgeber ist das Reformpaket wie erwartet, viel zu teuer. Sie kritisieren, dass die Bundesregierung kurzfristig viel Geld ausgibt, anstatt auf lange Sicht über die Finanzierbarkeit der Sozialsysteme nachzudenken. Nach Meinung der Arbeitgeber müssen die Beiträge für die Sozialversicherungen auch auf Dauer konstant unter der Grenze von 40 Prozent bleiben. Kritisiert wird zudem, dass die Regierung nicht genug macht, um der drohenden Armut im Alter gerecht zu werden. Die Sozialverbände hingegen sehen das anders, ihnen gehen die geplanten Verbesserungen nicht weit genug.

Die meisten Rentner sehen im Zusammenhang mit der geplanten Rentenreform wahrscheinlich nur die steigenden Renten. 2019, so sieht es der Entwurf der Regierung vor, steigen die Renten im Westen des Landes um 3,18 Prozent und im Osten um 3,91 Prozent. Der Bundestag hat das Rentenpaket der Großen Koalition beschlossen. Von den anwesenden 644 Abgeordneten stimmten 362 für die Rentenreform, 222 stimmten dagegen und 60 enthielten sich. Jetzt muss die Reform nur noch zügig umgesetzt werden, damit sie im nächsten Jahr wie geplant in Kraft treten kann.

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Bild: @ depositphotos.com / ginasanders

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