So wird aus dem Nutzgarten ein Ziergarten

Wer in den 1970er Jahren einen Garten hinter dem Haus angelegt hat, der wird dort nicht nur Blumen gepflanzt, sondern vor allem Gemüse angebaut haben. Die Vorliebe für den Nutzgarten der damaligen Zeit resultierte noch aus den 1950er Jahren, wo viele Familien noch Selbstversorger waren, wenn es um Obst und Gemüse ging. Sellerie statt Sonnenblumen und Rettich statt Rosen hieß die Parole, die noch bis in den 1970er Jahre Bestand hatte. Heute sieht das ein wenig anders aus, denn nur noch 1 % hat einen reinen Nutzgarten, während 44 % einen Ziergarten haben. Aber wie wird aus einem Nutzgarten ein Ziergarten?

Ein Garten der Arbeit macht

Ein Nutzgarten ist eine tolle Sache, besonders für Familien mit Kindern, denn er hilft effektiv dabei, Geld zu sparen. Obststräucher mit Johannisbeeren und Stachelbeeren, Beete mit Gemüse und Salat, Obstbäume und auch Tomatenstauden sparen den Einkauf im Supermarkt, aber ein solcher Garten macht auch eine Menge Arbeit. Die Beete müssen regelmäßig geharkt und die Pflanzen von Schädlingen befreit werden, die Obstbäume brauchen den passenden Schnitt und wenn im Nutzgarten auch kälteempfindliche Pflanzen wie zum Beispiel Paprika oder Auberginen stehen, dann müssen diese im Herbst an einen geschützten Platz gebracht werden.

Nach der Ernte müssen Obst und Gemüse haltbar gemacht werden und auch das Entsaften, Einkochen und Einfrieren ist jedes Jahr aufs Neue mit Arbeit verbunden. Wenn die Kinder aus dem Haus sind, lohnt sich ein reiner Nutzgarten nicht mehr und kann dann in einen Ziergarten oder auch in einen Freizeitgarten verwandelt werden.

Der schöne Ziergarten

Wenn aus einem Nutzgarten ein Ziergarten werden soll, dann müssen zunächst die Pflanzen entfernt und die Beete eingeebnet werden. Wer einen Rasen haben möchte, der kann entweder Grassamen ausstreuen und warten bis der Rasen sprießt oder sich für einen Rollrasen entscheiden, der so einfach wie ein Teppich verlegt werden kann. An den Rändern des Rasens werden dann Blumenbeete angelegt oder blühende Stauden gepflanzt. Wer Obstbäume im Garten hat, der sollte diese stehen lassen, denn diese Bäume bieten wie Hecken auch, einen Lebensraum und eine Nahrungsquelle für viele Insekten.

Zwar ist auch ein Ziergarten arbeitsintensiv, aber er macht lange nicht so viel Arbeit wie ein Nutzgarten. Wer möchte, der kann seinen Nutzgarten mit Skulpturen aufpeppen oder auch einen Zierteich anlegen, der jedem Garten einen besonderen Charme verleiht.

Der Freizeitgarten für die Enkelkinder

Alle, die schon Enkelkinder haben, können für die Enkel aus dem ehemaligen Nutzgarten einen Freizeitgarten machen. Sind die Enkelkinder noch klein, dann sollte ein Sandkasten in diesem Garten stehen und auch ein Spielgerüst mit Schaukel und Rutsche kommt bei den Enkeln mit Sicherheit gut an. Gibt es Baumbestand, dann ist ein Baumhaus eine gute Idee und auf einem Trampolin können sich die Kinder austoben.

Wird im Sommer mit der ganzen Familie gegrillt, dann macht eine Grillecke mit einem Steinofen Sinn, und wer möchte, der kann zwischen den Obstbäumen eine Hängematte aufhängen. Ist der Garten groß genug, dann kann auch der Traum vom eigenen Pool wahr werden. Allerdings sollte man sich in diesem Fall vorher nach den Kosten erkundigen, denn mit dem Kauf des Pools ist es leider nicht getan. Eine Terrasse kann im Sommer so etwas wie das zweite Wohnzimmer sein. Zum Kaffeetrinken oder auch am Abend zum geselligen Zusammensein ist eine große Terrasse perfekt und auch wenn eine Party im Freien gefeiert werden soll, dann finden alle Gäste auf der Gartenterrasse Platz.

Wer sich nicht von seinem Nutzgarten trennen kann, der kann trotzdem einen Zier- oder Freizeitgarten anlegen, aber vielleicht im hinteren Teil des Gartens noch ein bisschen Platz lassen und dort ein paar Beete mit Gemüse und Salat anlegen.

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Bild: © Depositphotos.com / sanddebeautheil

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