Soziale Netzwerke für die Generation 40 Plus

Jeder kennt Facebook, das größte soziale Netzwerk der Welt. Für viele Menschen, die die 40 schon überschritten haben, ist Facebook aber kein Thema, sie suchen vielmehr nach einem Netzwerk, was nicht nur überwiegend von jungen Leuten besucht wird. Das ist eine subjektive Annahme, denn die Wirklichkeit sieht ein wenig anders aus. Von den 400 Millionen Nutzern, die in Facebook ihr soziales Netzwerk gefunden haben, sind alleine in den USA schon 50 % über 35 Jahre alt, die Gruppe der bis 24-jährigen ist hingegen nur mit 26 % vertreten. Auch in Deutschland zeichnet sich ein „Oldie-Trend“ ab, denn auch bei uns werden die Facebook Nutzer immer älter. Trotzdem verzeichnen die Netzwerke für die „Best Ager“ einen immer größeren Zulauf.

Andere Themen

Warum ist ein soziales Netzwerk für ältere Menschen interessanter als Facebook? Es sind vor allem die Themen, die die sozialen Netzwerke voneinander unterscheiden. Die Generation 40 Plus sucht nach Gleichaltrigen, mit denen über Themen wie Gesundheit, Chancen auf dem Arbeitsmarkt oder das passende Urlaubsziel diskutiert wird. Während bei Facebook die neuste Mode oder ein neuer Star am Musikhimmel lanciert wird, möchten sich die älteren Netzwerker lieber über altersgerechte Hobbys und gute Geldanlagen austauschen.

Wenn es nach der Statistik geht, dann spielen bei Facebook Bilder und Videos eine große Rolle, das ist bei den sozialen Netzwerken für die Generation 40 Plus ein wenig anders aus. Hier kommt es vor allem auf die Textbeiträge und auf die Möglichkeit des Live Chats an. Viele Menschen in der Mitte des Lebens suchen bei den entsprechenden Netzwerken auch einen Weg aus der Einsamkeit und betrachten ein Netzwerk auch als eine Art Partnerbörse.

Was sollte ein soziales Netzwerk bieten?

Wenn es um die Qualität eines sozialen Netzwerks geht, dann sind die Ansprüche bei den jungen Leuten denen der älteren Generation sehr ähnlich. Beide Altersgruppen schätzen eine kostenlose Nutzung, eine hohe Sicherheit und einen effektiven Schutz der Daten. Dieser Datenschutz ist auch der Grund, warum viele ältere Menschen sich nicht bei sozialen Netzwerken anmelden. Die Generation 40 Plus schätzt bei einem Netzwerk aber auch, wenn die eigene Privatsphäre gewahrt wird, und sie möchte nicht pausenlos mit Werbung belästigt werden, zum Beispiel in Form von Bannern.

Auch wenn das soziale Netzwerk die Möglichkeit bietet, beispielsweise kostenlos Anzeigen zu veröffentlichen, dann kommt das bei den Best Agern immer gut an. Sie wünschen sich lebhafte Diskussionsrunden und möchten neue Bekanntschaften machen, Tipps für eine sinnvolle Gestaltung der Freizeit bekommen und ein ausführliches Profil in das Netzwerk einstellen können.

Der kulturelle Effekt

Kultur spielt bei den älteren Netzwerkern eine sehr große Rolle. Sie wollen sich in einem sozialen Netzwerk über Ausstellungen und musikalischen Ereignisse austauschen und sie bevorzugen Netzwerke, die in regelmäßigen Abständen die neusten kulturellen Highlights in einem Veranstaltungskalender veröffentlichen. Wo finden Konzerte statt und welcher Dirigent steht bei der neuen Inszenierung von Mozarts „Zauberflöte“ in Salzburg am Pult? Diese Themen sind für die Generation 40 Plus von Interesse. Solche Themen werden allerdings bei Facebook vernachlässigt. Das ist mit ein Grund, warum immer mehr Menschen, die die 40 schon überschritten haben, sich bei einem sozialen Netzwerk für ihre Altersgruppe anmelden.

Ein soziales Netzwerk für ältere Menschen sollte aber auch sensible Themen aufgreifen, wie zum Beispiel den Tod. Selbst wenn es vielleicht ein wenig makaber klingt, die Generation zwischen 40 und 50 setzt sich intensiver mit diesem Thema auseinander. Wie viel kostet eine Bestattung? Das ist nur ein Thema, das in diesen Netzwerken besprochen wird. Es gibt auch einen Erfahrungsaustausch, zum Beispiel bei aktiver Trauerarbeit, was für alle von Interesse ist, die ihren Partner oder ihre Partnerin verloren haben.

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